Pädagogisches Konzept

Jeden Bewohner individuell wahrnehmen und fördern

Als vor mehr als 25 Jahren die Autismus Wuppertal Pflege- und Lebensgemeinschaft gGmbH gegründet wurde, lag das Ziel zugrunde, eine alternative Wohnform zur psychiatrischen Unterbringung für diejenigen zu schaffen, die aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten keine andere Wohnform finden konnten. Das Leben und Arbeiten in der Autismus Wuppertal Pflege- und Lebensgemeinschaft gGmbH orientiert sich seither an dem Normalisierungsprinzip - im Wesentlichen auf drei Schwerpunkten: Wohnen, Leben und Arbeiten.

Es eröffnet sich eine größere Bandbreite an Entwicklungsmöglichkeiten durch das Angebot der verschiedenen Lebensräume mit ihren dazugehörigen sozialen Umfeldern. Wir sehen uns als eine Institution, die ihre Betreute in allen Bereichen fördert und unterstützt.

In erster Linie ist die Autismus Wuppertal Pflege- und Lebensgemeinschaft gGmbH das Zuhause unserer betreuten Menschen. Das Zuhause soll auch eine Rückzugsmöglichkeit vom Alltag sein, ein Ort, an dem auf Wunsch Ruhe und Entspannung gefunden wird. Unser Anspruch ist es, einen Lebensraum für Menschen mit Autismus auf Lebenszeit auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit zu gestalten. Im Vordergrund steht die Förderung der Selbständigkeit u.a. durch das Weiterentwickeln der individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten in allen Bereichen des alltäglichen Lebens.

Der Werkbereich, ein weiterer wichtiger Lebensbereich für die Betreuten, eröffnet die Möglichkeit, gezielt pädagogisch zu fördern und therapeutisch zu wirken. Die Betreuten können produktiv sein, ohne leistungsorientiert sein zu müssen.

Die Freizeitgestaltung – für unsere Mitarbeiter eine zentrale und anspruchsvolle Aufgabe, für unsere Betreuten von großer Wichtigkeit. Es werden z.T. gruppeninterne, z.T. gruppenübergreifende Aktivitäten angeboten, die sich weitestgehend an den Wünschen der Betreuten orientieren, die jedoch auch den Aspekt der Mobilisierung im Allgemeinen und der Bewegungsförderung im Besonderen berücksichtigen sollen. Ferner werden Aktivitäten angestrebt, die Stereotypien entgegenwirken.

Unser Anspruch ist es, den Menschen mit Autismus (und in der Regel mit einer Mehrfachbehinderung) in seiner Individualität zu akzeptieren. Autismusfreundliches Handeln erfordert eine Anpassung der Umgebung des behinderten Menschen. Hilfreich ist es, Räume übersichtlich und die Umgebung „selbsterklärend“ zu gestalten. Die Behinderung selbst ist nicht heilbar.

Wir arbeiten in der Autismus Wuppertal Pflege- und Lebensgemeinschaft gGmbH mit multimodalen Arbeitsmethoden, d.h. dass verschiedene Methoden in unserer Arbeit Raum finden, solange sie unseren Grundprinzipien entsprechen. Das sinnvolle Zusammenwirken verschiedener Methoden wird angestrebt.

Angewandte Methoden sind u. a.:

  • (Anlehnung an) Verhaltenstherapie
  • Ansätze aus TEACCH
  • Medikamentöse Behandlung
  • IntraActPlus
  • Maltherapie
  • Musiktherapie
  • Ansätze aus der unterstützten Kommunikation
Seit der Gründungszeit der Autismus Wuppertal Pflege- und Lebensgemeinschaft gGmbH wird die Arbeit mit Angehörigen im Allgemeinen und Eltern im Besonderen als einen wichtigen Teil in der Gestaltung des Lebensraumes eines jeden Betreuten gesehen. Die Erfahrungen der Familie können hilfreich für die Erforschung von Ursachen und der Entwicklung von Lösungen sein.

Aktuelles

Das Ambulant Betreute Wohnen ist umgezogen. Damit Sie unsere neuen Räume kennenlernen können, laden wir Sie herzlich zu einem Tag der Offenen...

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